Urbane Anarchisten – Die Kultur der Imbissbude
 

 
Es sind eigentlich keine richtigen Bauten – und Architektur ist es schon gar nicht. Imbissbuden sollen einen Zweck erfüllen, und der ist eindeutig: es darf nicht lange dauern, Tempo, schnelles Essen und dann weiter. Es interessiert nur die Größe der Portion, man will satt werden. Sind die Pommes auch nicht zu pappig?
Dabei ist die Gestaltung dieser kleinen Bauwerke sehr interessant. Besonders augenfällig ist das im städtischen Bereich, hier findet auch eine spannungsreiche Korrespondenz der Imbissbauten mit der Umgebung statt. Sie können im Widerspruch stehen oder ordnen sich unter, immer aber werden Eigenheiten erkennbar. Diese ergeben sich aus der hohen Autonomie der Imbissbude. Und damit erregen sie auch Widerspruch, besonders bei Stadtplanern. Die Folge ist ihre Verdrängung oder Beseitigung zugunsten eines gestalteten Stadtbildes. Als kurios abgetan verschwinden Imbissbuden meist unbemerkt. Allenfalls wird der Verlust noch für kurze Zeit von den Konsumenten bedauert. Urbane Anarchisten dokumentiert, im Umfang bisher einmalig, Ausschnitte dieses scheinbar unspektakulären Themas
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128 S. m. zahlr. meist farb. Fotos. 24 cm. Kartoniert. 372 g.
Jonas 2003
ISBN: 3-89445-319-2

15,00 €

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